Zum Nachdenken anregen

Mit der Rubrik „Vier Fragen an …“ möchten wir unterschiedliche Meinungen und Einstellungen aus verschiedenen Blickwinkeln zum Thema Zivilcourage vorstellen und haben eine ganze Reihe an wichtigen Partnern und Experten befragt. Heute: Professor Gabriele Kille, Verbundkoordinatorin in unserem Forschungsprojekt PräDiSiKo und Professorin für Visuelle Kommunikation, Bildsprache und Fotodesign an der Hochschule der Medien in Stuttgart.

1.) Was ist ein ziviler Held für Sie? Was macht für Sie ein ziviler Held aus?

Zivile Helden sind Bürger, die sich durch soziales Verhalten in der Gesellschaft auszeichnen. Ihr Umfeld in alltäglichen Situationen wahrnehmen, eskalierende Situationen beobachten und richtig einschätzen und dann nicht wegsehen, sondern wenn möglich eingreifen oder im Ernstfall Hilfe holen.

2.) Kann man Werbung für Zivilcourage machen? Wenn ja, wie?

Ja, in Form von Aufklärungskampagnen, die den Bürger motivieren und schulen durch richtiges Verhalten bei eskalierenden Situationen Hilfe zu leisten.
Mit einer umfassenden Kommunikationsstrategie muss darauf aufmerksam gemacht werden und unterstützend für diesen Dialog können die sozialen Netzwerke wie Facebook, Instagram, Twitter und Jodel eingesetzt werden. Die sozialen Netzwerke haben viele Vorteile: sie sind unmittelbar und direkt und sie sind viel näher an unseren Zielgruppen.

3.) Wie erreicht man heutzutage die Bürger?

Die Art der Kommunikation, das heißt die Botschaftsgestaltung ist ein zentraler Schlüssel. Kein erhobener Zeigefinger, keine Vorwürfe, sondern eine unmissverständliche Inszenierung die zum Nachdenken anregt. Ungewöhnliche, als auch spannende Umsetzungen, die den Betrachter mitreißen, aber auch gleichzeitig aufklären, mit welchem Verhalten er sich einbringen kann.

4.) Ist es schwierig Zivilcourage attraktiv für den Bürger zu machen?

Der Aspekt der Sicherheit ist für alle Bürger ein elementares Bedürfnis. Die Handlungskompetenz im Ernstfall und vor allem wie man durch richtiges Verhalten präventiv sein kann, um so zum zivilen Helden zu werden, kann sicherlich eine Art von Attraktivität für den Bürger darstellen.

Von Magdalena C. 

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