Einschreiten sollte Normalität sein

Zu den Themen Zivilcourage und Hass im Netz spricht Schauspieler Peter Trabner mit den Zivilen Helden

Mit der Rubrik „Vier Fragen an …“ möchten wir unterschiedliche Meinungen und Einstellungen aus verschiedenen Blickwinkeln zum Thema Zivilcourage vorstellen und haben eine ganze Reihe an wichtigen Partnern und Experten befragt. Heute: Schauspieler Peter Trabner.  Als Deutschlands wohl bekanntester Profi-Einbrecher „Die Elster“, geht Trabner begleitet von einem Kamerateam, noch einmal auf großen Beutezug und klärt Unwissende über die Tricks seiner Kollegen auf. Und auch zu „Zivile Helden“ hat der Schauspieler eine Meinung. 

1.) Was ist ein ziviler Held für Sie?
Der Held ist ja quasi immer der Protagonist in einer Geschichte. Jeder, so finde ich, sollte der Protagonist einer Geschichte sein können.  Man sollte nicht als Held bezeichnet werden, denn es sollte als normal gelten, in einer gefährlichen Situation, oder in einer Situation in der jemand in Not ist, zu helfen.
Daher hakt der Begriff „Held“ ein bisschen – und ich finde ihn fast ein bisschen Provokant. Jeder sollte doch einschreiten, wenn jemand anders Hilfe braucht, wenn man sich einsetzt für den Mitmenschen und versucht eine Situation auf Augenhöhe zu bringen. Dazu muss man kein Held sein, beziehungsweise nicht als solcher bezeichnet werden.

2.) Wie können Bürger Ihrer Meinung nach auf Zivilcourage im Alltag aufmerksam gemacht werden?

Durch Werbebotschaften im öffentlichen Raum: im Bus, in Taxis, in Zeitungen, an Bushaltestellen oder mit Infoständen. Mit der klassischen Werbung, denke ich.

3.) Wieso glauben Sie, dass so viele Menschen Gewalt einfach ignorieren und weitergehen?
Weil sie vielleicht selbst Gewalt – verbal oder körperlich – erfahren haben und damit groß geworden sind und das als normal empfinden.

4.) Haben Sie schonmal Zivilcourage erlebt oder gezeigt?

Ich greife gerade bei Betrunkenen immer ein, wenn mir hilflose Personen irgendwo begegnen, da hole ich schnell mal Hilfe. Wenn Leute abdriften, versuche ich rechtzeitig zu helfen und zu unterstützen. Und es ist schön, wenn man dann Dankbarkeit erfährt.

 

Peter Trabner alias „Die Elster“ – ein Profi-Einbrecher packt aus

Interview: Sophie B. 

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